CleanUp Day: Was hat das mit den Meeren zu tun?
Am 19.09. ist es wieder so weit, der World CleanUp Day findet statt! In 212 Ländern gehen Menschen auf die Straße und befreien unsere Umwelt von Müll, um etwas zur Lösung des Problems der wachsenden Umweltverschmutzung beizutragen.
Der erste World CleanUp Day fand bereits 2008 mit 50.000 Teilnehmer*innen in Estland statt. Die Aktion ist bis heute deutlich gewachsen. Von 2018 bis 2025 werden 139.000.000 Teilnehmer*innen weltweit verzeichnet, das entspricht 1,68 % der Weltbevölkerung. Letztes Jahr sammelten allein in Deutschland 672.000 Teilnehmer*innen rund 2.326 Tonnen Müll.
Auch für uns von Ocean Summit ist die Umweltverschmutzung ein wichtiges Thema, denn auch die Meere werden täglich verschmutzt und leiden darunter. Im Ozean treiben laut WWF ca. 80 bis 150 Millionen Tonnen Plastik umher. Jährlich werden es ca. 10 Millionen Tonnen mehr. 80 % des Mülls im Meer gelangen durch die Zuflüsse von Land aus dorthin, die restlichen 20 % entstehen auf dem Meer direkt durch Schifffahrt und Fischerei. Aber auch die Industrie im Meer, wie beispielsweise Ölplattformen verursacht viel Verschmutzung und Müll.
Das Ausmaß ist fatal, schätzungsweise könnte es bereits 2050 ein höheres Gewicht an Plastik als an Fischen im Meer geben. Besonders problematisch daran ist die Tatsache, dass das Plastik nicht von Natur aus verrottet, sondern hunderte bis tausende Jahre erhalten bleibt. Durch winzig kleine Teilchen, welche sich überall im Meer verteilen, gibt es kaum eine Stelle in den Ozeanen, welche plastikfrei ist.
Tiere sind bedroht
Zusätzlich hat die Menge an Müll auch eine riesige Auswirkung auf die Meereslebewesen, Oft kommt es dazu, dass die Tiere Plastikteile mit ihrer Nahrung verwechseln und diese essen. Das klingt zunächst komisch, aber eine Plastiktüte und eine Quelle können in den Tiefen des Ozeans verdächtig ähnlich aussehen. Dadurch kann es dazu kommen, dass die Tiere versterben, obwohl sie sogar einen vollen Magen haben. Dieser ist dann allerdings voll mit unverdaulichem Plastik. Auch innere Schnittverletzungen, an denen die Tiere verenden, stellen keine Seltenheit dar. Das Problem ist nicht nur, dass die Tiere den Müll in den Meeren essen, es verbirgt sich noch eine weitere tödliche Gefahr hinter den Abfällen. Die Tiere können sich schnell im Müll verheddern. Dies wird häufig bei Robben beobachtet. Diese werden oft in Fischernetzen und in Ringen aus Kunststoff gehüllt aufgefunden. Dadurch können sie erwürgt werden, besonders wenn sie wachsen. Dies trifft leider auch noch auf viele andere Tiere zu.
Alles Müll – Und nun?
Natürlich ist es super, sich an Aktionen wie dem CleanUp Day zu engagieren und aktiv zu werden! Dadurch kann das Ausmaß, welches die Situation bereits angenommen hat, reduziert werden. Wir werden auf jeden Fall am 19.09. mitanpacken!
Solche Aktionen bekämpfen allerdings leider nicht die Ursache des Problems. Wir sollten alle unseren Konsum hinterfragen und versuchen, nachhaltiger zu leben, um unseren kleinen Teil beizutragen. Ja, es ist wichtig, den eigenen Müll nicht einfach in die Natur zu werfen, sondern richtig, getrennt, zu entsorgen. Doch zusätzlich können wir versuchen, weniger Müll zu produzieren. Dies können wir durch den Kauf langlebiger und nachhaltiger Materialien tun. Versucht, auf Plastik und vor allem Einwegplastik zu verzichten.
Abschließend: Ja, die Lage sieht nicht sehr rosig aus, den Meeren und auch der restlichen Natur geht es sehr schlecht. Zusätzlich fühlt man sich oft machtlos und weiß nicht, was man tun soll. Aber dementsprechend ist es umso wichtiger, vor diesem Thema nicht die Augen zu verschließen, sondern darauf aufmerksam zu machen. Lasst uns zusammen anpacken und unsere Welt sauber machen, für unser aller Wohl!
Wir sind auch dabei und freuen uns auf eure Unterstützung!
Was? Müllsammeln, rund um die Hörn!
Wann? Am 19.09. um 10:00 Uhr
Wo? Treffpunkt am Germaniahafen an den Stufen
PS: Handschuhe nicht vergessen!
Text: Nicole Johannson



Gesine Born/ BMFTR