Das war unser CleanUp Day 2026
Am Samstag, den 19.09.2026, war der alljährliche World CleanUp Day. Wir waren dabei! Zu dritt haben wir uns auf den Weg gemacht, in Kiel, rund um die Hörn, Müll zu sammeln. Unsere Route führte uns vom Germaniahafen bis zur Halle 400. Das Ziel war es, unseren Beitrag zu einer saubereren Umwelt zu leisten. Zwei Stunden waren wir dafür unterwegs und konnten dabei 2,5 Kilo Müll sammeln! Was wir dabei finden konnten? Überwiegend waren es Zigarettenstummel! Außerdem massig Plastik, Verpackungen, Glas und Absperrband.
Wir haben nicht nur Müll entdeckt
Was wir leider noch beobachten konnten, waren die vielen Fische, die nach Luft schnappten. Die Ursache dafür ist das sogenannte „Upwelling“, was gerade viele Fische, vor allem an der Küste Schleswig-Holsteins, betrifft, welche im schlimmsten Fall daran verenden.
Doch was ist „Upwelling“ überhaupt? Unter dem Begriff „Upwelling“ versteht man einen bestimmten Windeffekt. Dabei wird durch Wind, welcher vom Land aus in Richtung Meer weht, das sauerstoffreiche Wasser aufs offene Meer gedrückt. Dafür gelangt dann Wasser aus der Tiefe, welches sauerstoffarm ist, an die Wasseroberfläche. Dadurch entstehen sauerstoffarme Zonen an der Oberfläche, welche für die Tiere sehr gefährlich werden können. Gefährdete Fischarten sind beispielsweise der Dorsch oder die Meerforelle.
Das Ausmaß ist fatal, schätzungsweise könnte es bereits 2050 ein höheres Gewicht an Plastik als an Fischen im Meer geben. Besonders problematisch daran ist die Tatsache, dass das Plastik nicht von Natur aus verrottet, sondern hunderte bis tausende Jahre erhalten bleibt. Durch winzig kleine Teilchen, welche sich überall im Meer verteilen, gibt es kaum eine Stelle in den Ozeanen, welche plastikfrei ist.
Wie entsteht „Upwelling“?
Diese sauerstoffarmen Zonen werden durch Überdüngung, auch Eutrophierung genannt, verstärkt. Durch die Landwirtschaft gelangen Nährstoffe in Flüsse und Meere. Algen wachsen dadurch unnatürlich stark. Wenn diese dann sterben, werden sie von Bakterien zersetzt. Dieser Vorgang verbraucht einiges Sauerstoff. Ebenso spielt der Klimawandel eine Rolle bei diesem Problem, er verstärkt es sogar noch, da warmes Wasser schlechter Sauerstoff aufnimmt als kaltes Wasser.
Jeder Einsatz zählt!
Für uns waren die nach Luft schnappenden Fische ein wirklich besorgniserregender Anblick. Uns wurde erneut ins Gedächtnis gerufen, wie wichtig es doch ist, die Meere zu schützen. Deswegen waren wir am Samstag unterwegs. Denkt immer daran, dass jedes Engagement zählt, so klein es auch sein mag!
Quelle: https://www.fr.de/wissen/fischsterben-in-der-ostsee-aufgrund-von-todeszonen-zr-94506290.html
Text: Nicole Johannson



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