August 2021

20aug18:0020:00Ausstellungseröffnung "Dead species walking"18:00 - 20:00 Format:Ausstellung,MeerKunst

Zeit

(Freitag) 18:00 - 20:00

Details

Am Freitag, den 20. August, findet ab 18 Uhr auf dem Gelände des Anscharparks, im Atelierhaus die Eröffnung zur Aussstellung  “Dead species walking” der Hamburger Künstlerin Swaantje Güntzel statt. Die Kunst- und Literaturwissenschaftlerin Belinda Grace Gardner wird zu diesen Anlass die Eröffnungsrede halten.

“Dead species walking” – so bezeichte der aktuellste Bericht des Weltbiodiversitätsrats IPBES von 2019 diejenigen Arten, deren Lebensräume so stark verändert oder zusammengeschrumpft sind, dass sie langfristig keine Chance haben zu überleben. Laut Einschätzung der globale Bestandsaufnahme der Artenvielfalt durch den IPBES sind das rund 500.000 Tier- und Pflanzenarten. Darauf bezieht sich der Titel der Ausstellung im Atelierhaus, für die  Swaantje Güntzel vor allem Arbeiten mit maritimem Bezug zeigen und diese Auswahl mit weiteren Werken ergänzen wird.

Im Fokus der künstlerischen Arbeit von Swaantje Güntzel steht die Analyse der entfremdeten Beziehung des Menschen zur Natur. Sie beschäftigt sich seit 15 Jahren mit der radikalen Veränderung der Landschaft durch menschlichen Einfluss und den globalen Herausforderungen die sich durch anthropogenen Klimawandel, Plastik in den Ozeanen, Artensterben und den daraus resultierenden psychologischen Folgen für die Menschheit ergibt. Ihr künstlerischer Ansatz entspringt einer tief verwurzelten ästhetischen Position, die die essenzielle Dichotomie zwischen visueller Lust und verstörenden globalen Fragen auslotet. Ihre Arbeit ist eine beunruhigende Kritik des modernen Lebens im 21. Jahrhundert

Bis zum 19.09. können die Werke von Swaantje Günzel im Atelierhaus besichtigt werden.

Beteiligte

  • Swaantje Güntzel

    Swaantje Güntzel

    Künstlerin und Ethnologin

    Swaantje Güntzel absolvierte nach einem Ethnologiestudium an der Universität Bonn ein Aufbaustudium Freie Kunst an der Hochschule für bildende Künste Hamburg (HfbK) und arbeitete mehrere Jahre als künstlerische Assistentin von Andreas Slominski. Sie nahm an zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland, wie z.B. MdbK Leipzig, Konstmuseum Ystad, Goethe-Institut Thessaloniki, Museum of Modern Art Honolulu, Österreichischer Skulpturenpark Graz und Kunsthaus Nürnberg teil und wurde mit diversen Stipendien ausgezeichnet, u.a. dem Research Grant des Danish Arts Council, dem Residenzstipendium des Ingmar Bergman Estates auf der Ostseeinsel Fårö in Schweden und dem RONDO Atelierstipendium des Landes Steiermark, Österreich. 2015 gewann sie den ars loci Kunstpreis der Neuhoff-Fricke Stiftung zur Förderung von Kunst und Wissenschaft. Swaantje Güntzel bewegt sich konzeptuell in unterschiedlichen Medien wie Performance, Objekt, Malerei, Installation, Fotografie und Video. Sie lebt und arbeitet in Hamburg.

    URL www.swaantje-guentzel.de

    Künstlerin und Ethnologin

  • Belinda Grace Gardner

    Belinda Grace Gardner

    Kunstwissenschaftlerin

    Belinda Grace Gardner ist in North Carolina, USA geboren und lebt und arbeitet derzeit in Hamburg. Sie studierte Literaturwissenschaften und Linguistik in Göttingen und promovierte an der Hochschule für bildende Künste Braunschweig zum Thema "Gestaltgebungen des Ephemeren". Sie arbeitet als Kunstkritikerin, Autorin, Redakteurin und freie Kuratorin. Außerdem ist sie Dozentin für Kunst- und Medientheorie an verschiedenen Universitäten und Hochschulen. Ihre Forschungsinteressen sind vielfältig und umfassen Themen wie interdisziplinäre und sozialkritische/politische Formen von künstlerischem Aktivismus und aktuelle gattungsüberschreitende Manifestationen von Kunst in öffentlichen Räumen, (post-) koloniale und digitale Über-schreibungen der Wirklichkeit in der Kunst der Gegenwart vor dem Hintergrund globaler Szenarien der Krise, Migration und Entwurzelung in Umbruchgesellschaften oder transkulturelle Konstruktionen von Realität, Identität, Erinnerung, Ort und Raum.

    URL https://www.belindagracegardner.de/

    Kunstwissenschaftlerin

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