Ocean Summit Podiumsdiskussion “Meeresschutz ist Klimaschutz”

20aug17:30Ocean Summit Podiumsdiskussion “Meeresschutz ist Klimaschutz”

Zeit

20. August 2020 17:30(GMT+00:00)

Ort

Kesselhaus im Anscharpark

Details

Der Ocean Summit freut sich über weitere spannende Gäste und Impulse und lädt am Donnerstag, 20. August 2020, ab 17.30 Uhr zur realen wie virtuellen Podiumsdiskussion “Meeresschutz ist Klimaschutz” ein.  Unsere Gäste sind Katja Matthes, Barbara Unmüßig, Steffi Lemke und Christian Berg (Moderation).

Gesprächsgrundlage: Der Ozean und das Klima unseres Blauen Planeten: Wie wirkt der Ozean als Triebfeder für das globale Klima? Wie können wir durch konsequenten Meeresschutz und der Regeneration mariner Ökosysteme dem Klimawandel entgegenwirken?

Seit je her weckt das Meer unsere Sehnsüchte und befeuert unsere Neugier, die Welt zu entdecken. Der Blick aufs kühle Blau steht für Erholung, Schönheit, Ernährung und ist Symbol für Aufbruchsstimmung. Die Meereskrise passt nicht in dieses Bild. Und sie ist im wahrsten Sinne des Wortes auch häufig unter der Oberfläche und abgesehen vom Plastikmüllproblem für viele Menschen nicht sichtbar. Dementsprechend gibt es auch noch kein großes Bewusstsein für die Meereskrise. Außerdem sind die Belastungen des Ozeans sehr vielseitig und die Zusammenhänge teilweise sehr komplex und nicht leicht zu vermitteln. Auf der anderen Seite fehlt vielen auch das Wissen und das Bewusstsein dafür, wie wichtig ein gesunder und produktiver Ozean für das menschliche Wohlergehen ist.

Wir fragen uns: Was können wir konkret tun, um die Meereskrise zu stoppen? Dieses Mal suchen wir in unserer Diskussionsrunde nach konkreten Lösungsvorschlägen zur Bekämpfung der Meereskrise und wie durch konsequenten Meeresschutz auch dem Klimawandel entgegengewirkt werden kann. Was muss politisch getan werden? Was muss sich in unseren Produktions-und Konsummustern ändern? Was können wir als Gesellschaft, und was kann jede*r Einzelne tun, um den Zustand des Ozeans zu verbessern? Gibt es Maßnahmen, die bereits umgesetzt wurden, einen guten Effekt zeigen und jetzt ganz gezielt und massiv ausgebaut und unterstützt werden müssen? Wir freuen uns auf einen Abend, an dem wir Einblicke in den Zusammenhang zwischen Ozean und Klimaveränderung erhalten und einen Austausch darüber anregen, wie wir uns als Gesellschaft aufstellen können, um diesen Herausforderungen zu begegnen.

Informationen und Ablauf auf einen Blick
Aufgrund der Pandemie ist die Teilnehmerzahl für die LIVE-Veranstaltung im Kesselhaus beschränkt. Eine Vorabanmeldung zum Besuch unter teilnehmer@ocean-summit.de ist dringend notwendig. Für alle anderen Interessenten wird eine ortsunabhängige Übertragung im Web per per YouTube Livestream ermöglicht.

Wann? 20. August, 17.30 Uhr
Wo? Kesselhaus im Anscharpark in Kiel
Wie? Als Hybrid-Veranstaltung mit Publikum vor Ort und (NEU uns statt ZOOM!) per YouTube Livestream:
 https://www.youtube.com/watch?v=v1ztp-tHwzs&feature=youtu.be***

Podiumsgäste:
Prof. Dr. Katja Matthes, GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung (vor Ort in Kiel)
Barbara Unmüßig, Bundesvorsitzende der Heinrich-Böll-Stiftung (live zugeschaltet)
Steffi Lemke, MdB, Parlamentarische Geschäftsführerin und Sprecherin für Naturschutz der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen (live zugeschaltet)
Neu: Ole Willerich Fridays For Future Kiel
Moderation: Prof. Dr.-Ing. Dr. Christian Berg (vor Ort in Kiel)

Der Klimawandel findet im Ozean statt

Hintergrund: Der Ozean bremst den Klimawandel, wie er für uns als Landlebewesen bis jetzt spürbar ist, indem er CO₂ aufnimmt und Wärme speichert. Aufgrund der Regulation durch den Ozean ist der Temperaturanstieg der Luftmassen langsamer. Weil der Großteil der Wärme, die zusätzlich zum natürlichen Treibhauseffekt durch die menschlichen Treibhausgasemissionen auf unserem Planeten verbleibt, vom Ozean aufgenommen wird: 93,4 % dieser zusätzlichen Wärme speichert der Ozean. Der Klimawandel findet im Ozean statt!

Die Folgen des Klimawandels, also die Erwärmung und Versauerung, sind schon eine erhebliche Belastung für die marinen Ökosysteme. Hinzu kommen die zahlreichen Verschmutzungen verschiedenster Art, der Raubbau und die Übernutzung durch den Menschen. Diese vier Faktoren resultieren in einem beispiellosen Artenverlust, der eine große Bedrohung für die Integrität und Funktionalität von marinen Ökosystemen darstellt und von daher als fünfter Faktor der Meereskrise anzusehen ist.

Die Klimakrise ist also nur ein Teil der deutlich umfangreicheren und komplexeren Meereskrise mit der wir konfrontiert sind. Die Klimakrise und die Notwendigkeit für schnelles Handeln, um ihr entgegen zu wirken, kommt immer mehr im öffentlichen Bewusstsein an. Die Wirkung der menschlichen Treibhausgas-Emissionen ist jedoch um 30 Jahre zeitverzögert. Jede Reduktion dieser Emissionen zeigt also erst in weiter Zukunft eine Veränderung. Um der Meereskrise entgegen zu wirken, müssen wir daher zusätzlich zu konsequenten Klimaschutzmaßnahmen die Verschmutzungen, den Raubbau und die Übernutzung durch den Menschen beenden. Solche Maßnahmen können eine schnellere Wirkung haben und den Druck auf die marinen Ökosysteme entlasten.

 

Beteiligte

  • Katja Matthes

    Direktorin des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel, Meteorologin

  • Barbara Unmüßig

    seit 2002 Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung in Berlin

  • Steffi Lemke

    MdB Bündnis 90/Die Grünen, Parlamentarische Geschäftsführerin und Sprecherin für Naturschutz

  • Dr. Christian Berg

    Moderation

Details für das virtuelle Event

Die Veranstaltung fand bereits statt!